{"id":82,"date":"2025-10-07T20:42:37","date_gmt":"2025-10-07T18:42:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.briefmarken.ch\/?page_id=82"},"modified":"2025-12-13T20:05:24","modified_gmt":"2025-12-13T19:05:24","slug":"ratgeber","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.briefmarken.ch\/de\/service\/ratgeber\/","title":{"rendered":"Ratgeber"},"content":{"rendered":"<h1>Zumstein Ratgeber<\/h1>\n<h4>Warum sammelt man Marken?<\/h4>\n<p>In jedem Menschen steckt ein mehr oder weniger entwickelter Sammeltrieb. Gesammelt wird alles: M\u00fcnzen, Gem\u00e4lde, Stiche, Streichholzetiketten, Bierteller, K\u00e4fer, Mineralien, Blumen und Pflanzen oder Briefmarken. Zusammentragen, Ordnen, Erg\u00e4nzen, Ergr\u00fcnden und Erschliessen der gew\u00e4hlten Materie vermitteln dem Menschen die so wichtige Abwechslung vom heutigen hektischen Tageslauf. Es reisst ihn aus dem Kreis seiner t\u00e4glichen Sorgen und vermittelt den so bitter notwendigen Ausgleich. Warum aber gerade das Briefmarkensammeln zum popul\u00e4rsten Hobby auf der ganzen Welt aufger\u00fcckt ist, das m\u00f6chten wir in der Folge erkl\u00e4ren.<\/p>\n<h4>Wer sammelt Briefmarken?<\/h4>\n<p>K\u00f6nige und Staatsm\u00e4nner, Hochschulprofessoren und Erstkl\u00e4ssler, Direktoren und Lehrlinge, Arbeiter, Hausfrauen, Landwirte, Techniker und Akademiker, in allen Berufen und Altersstufen findet man Briefmarkensammler. Die Philatelie kann jedem etwas bieten!<\/p>\n<h2>Sammelarten<\/h2>\n<h4>Das systematische Sammeln<\/h4>\n<p>Hier wird versucht, ein bestimmtes, geographisch umrissenes Gebiet, z.B. Europa oder Amerika, kleinere Gebiete wie Skandinavien, der Balkan oder einzelne L\u00e4nder, zu denen der Sammler besondere Beziehungen hat, m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig zusammenzutragen. Die Briefmarken erz\u00e4hlen nicht nur von Kultur, Geschichte, Politik, Kunst und Religion des Landes, sondern auch von seinen Dichtern, K\u00fcnstlern, grossen M\u00e4nnern und Frauen.<\/p>\n<h4>Das Sammeln nach Motiven oder Themen<\/h4>\n<p>Der Sammler bem\u00fcht sich, Marken, die ein bestimmtes Motiv aufweisen zusammenzutragen, ohne dabei auf die Herkunftsl\u00e4nder der Marken zu achten. Beliebte Motive sind etwa Flora und Fauna, Sport, Musik, Technik (Lokomotiven, Flugzeuge, Schiffe, Elektrizit\u00e4t usw.). Thematische Sammlungen enthalten Marken und postalische Dokumente, die in direktem Zusammenhang mit einem bestimmten Thema stehen, z.B. \u201eRotes Kreuz\u201c oder \u201eZweiter Weltkrieg\u201c. Dass auch hier durch die intensive Bet\u00e4tigung mit dem gew\u00e4hlten Motiv oder Thema auf unterhaltende Weise viel Wissen und Kenntnisse vermittelt werden, versteht sich von selbst.<\/p>\n<h4>Ungebraucht oder gebraucht?<\/h4>\n<p>Ungebrauchte Marken sind Marken in dem Zustand, wie sie von der Post verkauft wurden, d.h. ungebraucht mit Gummi. Seit einiger Zeit werden diese ungebrauchten Marken in zwei Gruppen aufgeteilt, in postfrische und solche mit Falz oder Falzspur, wobei die erstgenannten bei \u00e4lteren Ausgaben einen gewissen Mehrpreis gegen\u00fcber den angefalzten Marken rechtfertigen. Gebrauchte Marken haben ihren Zweck erf\u00fcllt, sie wurden gestempelt, \u201eentwertet\u201c, um als Quittung f\u00fcr die entrichtete Transporttaxe eines Briefes oder Paketes zu dienen. Da stellt sich die Frage, was man denn nun sammeln soll. Die einen w\u00fcnschen sich die Marken ungebraucht, weil sie der Auffassung sind, der Poststempel beeintr\u00e4chtige das Markenbild. Andere sammeln gebrauchte Marken, da diese dem Zweck, f\u00fcr den sie verausgabt wurden, auch wirklich gedient haben. Eine Regel gilt es jedoch in jedem Fall zu beachten: Entweder \u2013 oder! Man kann ausnahmsweise auch innerhalb seiner Sammlung einmal ungebrauchte, einmal gebrauchte S\u00e4tze aufnehmen, nie aber sollte man innerhalb einer Serie mischen!<\/p>\n<h2>Los Geht&#8217;s!<\/h2>\n<h4>Wie sammelt man Marken?<\/h4>\n<p>Als erste Beschaffungsquelle m\u00fcssen gew\u00f6hnlich die ganze Verwandtschaft, die Kollegen und die Freunde dienen. Eine weitere Art, an Marken zu kommen ist der Tausch. Es ist aber besser, hiermit noch zuzuwarten, bis man in seinem Gebiet \u00fcber einige Kenntnisse und etwas Erfahrung verf\u00fcgt. Andererseits k\u00f6nnen aber Tauschverbindungen Grundsteine f\u00fcr wertvolle Freundschaften legen, oft weit \u00fcber die Landesgrenzen hinaus. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kommt der Moment, in welchem der Kauf die anderen Beschaffungsarten erg\u00e4nzen muss, wenn die Sammlung weiter gedeihen soll. Die Firma Zumstein &amp; Cie., Inhaber Hertsch &amp; Co., gegr\u00fcndet 1905, ist die f\u00fchrende Firma der Schweiz. Mit ihrem grossen Lager und ihren ausgezeichneten Fachkr\u00e4ften bietet sie Gew\u00e4hr f\u00fcr seri\u00f6se Bedienung und fundierte Beratung. Die neu erscheinenden Schweizer Briefmarken k\u00f6nnen bei den Wertzeichenverkaufsstellen PTT in Bern (auch Abonnemente), Basel, Genf, Lugano, Luzern, St. Gallen und Z\u00fcrich im Schalterverkauf bezogen werden.<\/p>\n<h2>Das Know-How<\/h2>\n<h4>Worauf man achten muss<\/h4>\n<p>Qualit\u00e4t, Qualit\u00e4t, Qualit\u00e4t! Was ist damit gemeint? Die Marken m\u00fcssen sauber und einwandfrei sein; gebrauchte St\u00fccke tragen einen sauberen, nicht verschmierten Stempel; ungebrauchte Marken weisen auf der R\u00fcckseite den vollen Gummi auf. Risse, Falten, d\u00fcnne Stellen im Papier sind unerw\u00fcnscht, bei perforierten (gez\u00e4hnten) Marken d\u00fcrfen keine Z\u00e4hne fehlen. Alle Marken, die einen der genannten Fehler aufweisen, geh\u00f6ren nur unter einer Bedingung in das Album: sie sollten bei der ersten sich bietenden Gelegenheit gegen ein gleiches, einwandfreies St\u00fcck ausgetauscht werden. St\u00fcck mit mehreren der obengenannten Fehler sollten nicht in eine Sammlung aufgenommen werden. St\u00fccke zweiter Qualit\u00e4t (eben mit Fehlern) bedingen beim Kauf je nach der Schwere dieser Fehler kleinere oder gr\u00f6ssere Preisabschl\u00e4ge. Einwandfreie Qualit\u00e4t ist auch bei einem eventuellen sp\u00e4teren Verkauf immer eines der besten Verkaufsargumente.<\/p>\n<h2>Die Herstellung<\/h2>\n<h4>Vom Druck der Marken<\/h4>\n<p>Der <strong>Stichtiefdruck<\/strong> gestattet es, selbst feinste Linien und Punkte sauber und scharf darzustellen und Bilder mit hervorragender Nah- und Tiefenwirkung zu erhalten. Beim Stichtiefdruckverfahren erstellt der K\u00fcnstler vorerst den negativen Originalstahlstich, von dem eine positive Stahlmolette gewonnen wird. Diese wiederum dient als Stempel f\u00fcr die Pr\u00e4gung der notwendigen Anzahl von Markenbildern auf den kupfernen Druckzylinder. Nach Verchromung der Oberfl\u00e4che kommt der Zylinder in der Rotations-Stichtiefdruckmaschine zum Einsatz, deren Tagesleistung je nach Markengr\u00f6sse ein bis zwei Millionen St\u00fcck betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Sondermarken mit oder ohne Verkaufszuschlag kommt meistens das mehrfarbige <strong>\u00c4tztiefdruck<\/strong>&#8211; oder <strong>Offset-Verfahren<\/strong> zur Anwendung. Im Unterschied zum Stichtiefdruck erfolgt hier die \u00dcbertragung des Markenbildes auf einen Formzylinder (f\u00fcr jede Farbe einen Zylinder) mittels photochemischer Verfahren oder elektronischer Gravur. Dank des sehr feinen Rasters (10 000 Farbp\u00fcnktchen pro cm2) eignet sich das Verfahren besonders gut f\u00fcr die Wiedergabe von Halbt\u00f6nen. Neueste Rotationsmaschinen gestatten die Herstellung von Marken mit bis zu sechs Farben.<\/p>\n<h2>Das liebe Geld<\/h2>\n<h4>Finanzielle Aspekte<\/h4>\n<p>Ein hin und wieder geh\u00f6rter Einwand: Briefmarkensammeln ist teuer. Auch hier verh\u00e4lt es sich wie auf jedem anderen Gebiet: Der eine braucht viel, der andere kann mit weniger eine sch\u00f6ne Sammlung aufbauen. F\u00fcr alle vermittelt das Briefmarkensammlen nicht nur unz\u00e4hlige Stunden interessanten Zeitvertriebes, sondern es ist dar\u00fcber hinaus in gewissem Sinne auch eine Art Sparkonto. Eine nach philatelistischen Grunds\u00e4tzen angelegte Briefmarkensammlung wird in sp\u00e4teren Jahren im ung\u00fcnstigsten Falle einen grossen Teil des investierten Kapitals zur\u00fcckzahlen, in den meisten F\u00e4llen aber, darf man mit einer guten Verzinsung rechnen. Von welchem Hobby kann man das sonst noch sagen? Allerdings sollte man nicht des Gewinnes wegen sammeln, das w\u00e4re Spekulation, und dabei kann man sich ganz sch\u00f6n die Finger verbrennen.<\/p>\n<h4>Sammler aus Leidenschaft<\/h4>\n<p>Beim richtigen Sammler kommt die finanzielle Seite erst an zweiter Stelle, er liebt seine Sammlung f\u00fcr das was sie ihm\u00a0 bietet und vermittelt. Noch ein wichtiger Punkt: Die weitverbreitete Ansicht, man k\u00f6nne sich ein Verm\u00f6gen verdienen wenn man in der ganzen Verwandtschaft die Marken ihrer Korrespondenz zusammenbettelt, ist leider falsch. Der Briefmarkensammler sollte mit der Zeit auch bessere und kostspieligere Marken in seine Sammlung einf\u00fcgen, um sp\u00e4ter bei allf\u00e4lligem Verkauf Interessenten gewinnen zu k\u00f6nnen. Eine sch\u00f6ne Sammlung w\u00e4chst\u00a0\u00fcber Jahre, man kann St\u00fcck um St\u00fcck zusammentragen, ganz nach seinen M\u00f6glichkeiten, ohne dass das Hobby zu einer finanziellen Last wird.<\/p>\n<h4>Das Waschen und Pflegen<\/h4>\n<p>Die gesammelten, gebrauchten Marken m\u00fcssen von ihren Umschl\u00e4gen abgel\u00f6st werden. Hierzu werden die Marken mit der Schere von den Umschl\u00e4gen (ca. 1 cm Rand um die Marke lassen) ausgeschnitten. Besonders sch\u00f6ne Briefe mit interessanten Marken oder Stempeln beh\u00e4lt man ganz. In einer Sch\u00fcssel mit kaltem oder handwarmem Wasser werden die Marken mit der Bildseite nach oben untergetaucht, bis sich die Marken von selber von der Unterlage l\u00f6sen. Die abgel\u00f6sten Marken sollten nun noch etwa zehn Minuten in sauberem, kaltem Wasser liegen, bis sich die letzten Gummireste abgel\u00f6st haben. Zum Trocknen werden die Marken mit der Bildseite nach unten auf ein sauberes L\u00f6schpapier gelegt. Zwischen sauberen Papierbogen unter einigen schweren B\u00fcchern gepresst, sind die Marken nach gr\u00fcndlicher Pr\u00fcfung der Qualit\u00e4t bereit, in die Sammlung aufgenommen zu werden.<\/p>\n<h2>Die Hilfsmittel<\/h2>\n<h4>Die Vorteile des Albums<\/h4>\n<p>Um es einmal ganz deutlich zu sagen: Eine Briefmarkensammlung geh\u00f6rt in ein Briefmarkenalbum. Dass diese Tatsache hier an den Anfang gesetzt wurde, mag viele Leser erstaunen. In der Praxis sieht die Sache jedoch ganz anders aus. Wir kaufen in unserer Einkaufsabteilung eine grosse Zahl Sammlungen direkt von Sammlern oder aus Erbschaften. Ein Teil dieser Sammlungen verdienen aber eher den Namen \u00abAnh\u00e4ufung\u00bb \u2013 Alben aus Grossvaters Zeiten, Schachteln jeder Art und Gr\u00f6sse oder alte unansehnliche Briefumschl\u00e4ge dienen zur Aufbewahrung der Markensch\u00e4tze. Dass die Berechnung einer solchen Sammlung einen enormen Zeitaufwand ben\u00f6tigt, dass diese un\u00e4sthetische Aufbewahrungsart sich nat\u00fcrlich negativ auf die Kauflust des Interessenten auswirkt und sich deshalb entsprechend im Angebot widerspiegelt, versteht sich von selbst.<\/p>\n<p>Welch anderen Eindruck hinterl\u00e4sst doch eine sch\u00f6n aufgezogene Sammlung in einem sauberen Album, die Dubletten geordnet im Einsteckbuch. Die Marken k\u00f6nnen ohne Schwierigkeiten untersucht werden, der K\u00e4ufer weiss was er kauft, er kann dem Angebot vertrauen und sein Gebot wird entsprechend h\u00f6her ausfallen. Viel wichtiger als die finanziellen Vorteile die eine saubere und sch\u00f6ne Markensammlung bietet, sind jedoch Genugtuung und Freude des Besitzers an seiner Sammlung. Er wird seinem Hobby nicht mehr untreu. Geben Sie deshalb Ihrer Sammlung den Rahmen, den sie verdient. In unserem Angebot finden sich sch\u00f6ne Alben, mit Vordruck oder vordrucklose, in allen Preislagen.<\/p>\n<h2>Die Entwicklung<\/h2>\n<h4>Vordruck oder vordrucklos?<\/h4>\n<p>Bereits zu Beginn der Philatelie, ungef\u00e4hr 1860, wurden die ersten Vordruckalben verlegt. Mit der Entwicklung des Hobbys, mit der immer st\u00e4rker auftretenden Spazialisierung, wurde das Vordruckalbum vom vordrucklosen Album zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Die Vorteile des vordrucklosen gestatten dem Sammler v\u00f6llige Freiheit im Aufbau seiner Sammlung, w\u00e4hrend er mit Vordruckalben im Aufbau durch den Vordruck eingeengt ist. Briefe, Viererblocks und Dokumente, die im Vordruckalbum nicht ber\u00fccksichtigt sind, k\u00f6nnen auf Blankobl\u00e4ttern, die zu allen guten Ausgaben erh\u00e4ltlich sind, untergebracht werden.<\/p>\n<p>Trotz diesem Nachteil sind Vordruckalben in vielen F\u00e4llen angezeigt: Dem Anf\u00e4nger erleichtern sie die \u00dcbersicht, es enthebt den Besitzer der Entscheidung, wie und was gesammelt werden soll. Demjenigen, der gr\u00f6ssere Gebiete katalogm\u00e4ssig sammelt, wird durch das Vordruckalbum die zeitraubende Arbeit des Einteilens der Albenseiten abgenommen. Somit ist der gr\u00f6sste Nachteil des vordrucklosen Albums, dass es gewisse philatelistische Kenntnisse braucht. Dieser Nachteil wird durch die Freiheit in der Darstellung und die M\u00f6glichkeit, der Sammlung eine pers\u00f6nliche Note zu geben, mehr als aufgewogen.<\/p>\n<h2>Unser Fazit<\/h2>\n<p>Das Vordruckalbum eignet sich vorzugsweise f\u00fcr Anf\u00e4nger, f\u00fcr Sammler grosser Gebiete (z.B. Europa, englische Kolonien usw.) sowie f\u00fcr Sammler mit Zeitmangel. F\u00fcr Spezialsammler, fortgeschrittene Sammlern oder f\u00fcr ausgebaute L\u00e4ndersammlungen ist das vordrucklose Album vorzuziehen.<\/p>\n<h4>Vordrucklose Alben<\/h4>\n<p>Die Bl\u00e4tter weisen keinen Vordruck, sondern lediglich leichte Unterdrucke in Form von Punkten oder diskretem Netzmuster als Hilfe f\u00fcr das gleichm\u00e4ssige Aufziehen der Marken auf.<\/p>\n<p>Vorteil:<br \/>\nV\u00f6llig freie Gestaltung, auch Blocks, Briefe usw. k\u00f6nnen an den richtigen Stellen eingef\u00fcgt werden.<\/p>\n<p>Nachteil:<br \/>\nVerlangt werden bereits einige Kenntnisse \u00fcber das gesammelte Gebiet und dessen Einteilung.<\/p>\n<h2>Philatelistisches Zubeh\u00f6r<\/h2>\n<h4>Einsteckb\u00fccher<\/h4>\n<p>Sie dienen zum Aufbewahren der Marken die nicht in das Album eingef\u00fcgt werden. Dubletten (doppelte St\u00fccke) sowie Marken, die nicht in das gew\u00e4hlte Sammelgebiet fallen und zum Tausch oder sp\u00e4teren Verkauf dienen sollen, sind im Einsteckbuch gut und \u00fcbersichtlich aufgehoben.<\/p>\n<h4>Pinzette<\/h4>\n<p>Briefmarken nie mit den Fingern behandeln! Z\u00e4hnung und Aussehen k\u00f6nnten darunter leiden. Eine gute Pinzette ist aus Stahl, verchromt oder vernickelt, und hat zwei gut, aber nicht zu scharf zugeschliffene Greifer. Kaufen Sie nicht irgendeine Pinzette, sondern eine Briefmarken-Pinzette!<\/p>\n<h4>Wasserzeichen<\/h4>\n<p>Oft bestehen bei gleich aussehenden Marken gr\u00f6ssere Wert\u00acunterschiede durch verschiedene Wasserzeichen. Der Wasserzeichensucher, eine kleine, schwarze Schale und ein kleines Tropffl\u00e4schchen f\u00fcr gereinigtes Benzin sind gute Helfer zur raschen Bestimmung der Wasserzeichen. Man legt die Marken mit der Bildseite gegen unten in die Schale und tr\u00e4ufelt einige Tropfen gereinigtes (nur solches) Benzin auf die R\u00fcckseite. Dadurch wird das Wasserzeichen sichtbar.<\/p>\n<p>Achtung! Gewisse Markensorten, auf sogenanntem Kreidepapier oder mit l\u00f6slicher Farbe gedruckt, d\u00fcrfen nicht in das Benzin gelegt werden, da sie sich verf\u00e4rben. In den Katalogen sind diese Sorten besonders gekennzeichnet.<\/p>\n<h4>Falze<\/h4>\n<p>F\u00fcr gebrauchte Briefmarken\u00a0sind\u00a0\u00a0 \u00a0sie die einfachste und beste Befestigungsart. Leichtl\u00f6sliche Falze, die kaum Spuren auf den Marken hinterlassen, sind in jedem Fachgesch\u00e4ft f\u00fcr wenig Geld zu kaufen. Bei der Befestigung der Marken ist darauf zu achten, dass der Falzteil, der oben umgebogen wird und der auf die Marke zu kleben kommt, nur zirka 1\u20131,5 mm breit ist und nur sparsam befeuchtet wird. Auch das untere Ende nur ganz unten sparsam anfeuchten! Nach dem Andr\u00fccken auf dem Albumblatt sind die Marken hochzuheben, damit etwaiger hervorgepresster Gummi nicht auf dem Albumblatt haftet. F\u00fcr ungebrauchte Marken ohne Falz oder Falzspuren sollte man unbedingt Klemmtaschen verwenden.<\/p>\n<h4>Klemmtaschen<\/h4>\n<p>Klemmtaschen setzten sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer unentbehrlichen Aufbewahrungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr postfrische Marken durch. Im Handel sind verschiedene Fabrikate in allen gew\u00fcnschten Formaten erh\u00e4ltlich, die das Anfalzen der Marken unn\u00f6tig machen.<\/p>\n<h4>Ganzsachenalben<\/h4>\n<p>Wie der Name Ganz\u00acsache sagt, handelt es sich hier &#171;um eine ganze Sache&#187;, n\u00e4mlich um von der Post herausgegebene Briefumschl\u00e4ge, Postkarten, Streifb\u00e4nder usw. mit eingedruckten Wertzeichen. Fr\u00fcher viel gesammelt, sind sie heute leider etwas in Vergessenheit geraten, ja der Begriff &#171;Ganzsache&#187; wird, verfremdet, heute oft auch f\u00fcr Marken auf Brief verwendet. Beide, Ganzsache wie Marken auf Brief, k\u00f6nnen viel zur Bereicherung einer Sammlung beitragen und sollten deshalb in keiner, deren Kreis gen\u00fcgend gross gezogen ist, fehlen. Eine Ganzsache, eine interessante Frankatur oder einen Brief mit sch\u00f6ner Marke und Sonderstempel wird man deshalb unwiderruflich zerst\u00f6ren, indem man das Wertzeichen ausschneidet; man sollte sie als Ganzes in die Sammlung einf\u00fcgen. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die in den letzten Jahren beliebt gewordenen &#171;Ersttagsbriefe&#187;. Mittels Ganzsachen-Ecken k\u00f6nnen solche St\u00fccke auch im Album aufgezogen und in die Sammlung eingebaut werden. Eine weitere M\u00f6glichkeit fachgerechter Aufbewahrung bieten die\u00a0 Alben.<\/p>\n<h4>Kataloge<\/h4>\n<p>Der Briefmarken-Katalog ist das Lexikon des Briefmarken-Sammlers. Es gibt Kataloge f\u00fcr die Briefmarken der ganzen Welt, f\u00fcr \u00dcbersee, f\u00fcr Europa oder L\u00e4nderkataloge, z.B. f\u00fcr die Schweiz. Sie vermitteln eine chronologische und illustrierte Aufz\u00e4hlung aller erschienenen Postwertzeichen und ihrer Eigenarten (Perforation, Wasserzeichen usw.). Sie dienen dem Sammler zum Feststellen der fehlenden St\u00fccke, zum Ordnen der Sammlung und zur Bewertung seiner Sch\u00e4tze. In der Schweiz sind die Zumstein-Kataloge f\u00fchrend. Der Europa-Katalog erfreut sich auch ausserhalb der Schweiz grosser Beliebtheit. Der kleine Schweiz-Liechtenstein-Katalog ist wegen seines Taschenformates sehr gefragt und zum unentbehrlichen, allj\u00e4hrlich neu erscheinenden Begleiter des Sammlers geworden. Er dient heute als Vorlage aller Schweiz-Vordruckalben, w\u00e4hrend der grosse Spezialkatalog Schweiz die Grundlage f\u00fcr den Aufbau s\u00e4mtlicher grossen Schweiz-Sammlungen bildet.<\/p>\n<h4>Lupen<\/h4>\n<p>Lupen dienen zur genauen Untersuchung auf Fehler (Risse, fehlende Z\u00e4hne, d\u00fcnne Stellen, Falten) und zum Feststellen von Abarten (Fehler im Druck oder Papier der Marken, die von Spezialsammlern gesucht und h\u00f6her bewertet werden).<\/p>\n<h4>Z\u00e4hnungsschl\u00fcssel<\/h4>\n<p>Es gibt Markenausgaben mit\u00a0 verschiedenen Z\u00e4hnungen. Der Z\u00e4hnungsschl\u00fcssel dient dazu, diese Unterschiede zu messen.<\/p>\n<h4>Briefmarken 1&#215;1<\/h4>\n<p>Es ist hier nur begrenzt m\u00f6glich, die vielen interessanten Aspekte des Briefmarkensammelns aufzuzeigen. Auch die praktischen Winke mussten auf das Wesentlichste beschr\u00e4nkt werden. B\u00fccher zum Thema finden Sie in unserem Online-Shop unter <a href=\"https:\/\/www.briefmarken.ch\/zshop\/contents\/de\/d2.html\">Literatur<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zumstein Ratgeber Warum sammelt man Marken? In jedem Menschen steckt ein mehr oder weniger entwickelter Sammeltrieb. Gesammelt wird alles: M\u00fcnzen, Gem\u00e4lde, Stiche, Streichholzetiketten, Bierteller, K\u00e4fer, Mineralien, Blumen und Pflanzen oder Briefmarken. Zusammentragen, Ordnen, Erg\u00e4nzen, Ergr\u00fcnden und Erschliessen der gew\u00e4hlten Materie vermitteln dem Menschen die so wichtige Abwechslung vom heutigen hektischen Tageslauf. 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